Flyer - Islamwoche 2017

Nähere Beschreibung der Vorträge

Mittwoch, 4. Oktober

Deutscher Muslim – Jenseits eines politisch gelabelten „liberalen“ oder „konservativen“ Islam 

Referent: Eren Güvercin

In der öffentlichen Debatte dominieren Begriffe, die oft unbewusst benutzt werden, aber eine oberflächliche Kategorisierung schüren. Einerseits haben wir es mit einer Dialektik zwischen einem "liberalen Islam", der positiv konnotiert ist, und einem "konservativen Islam", der eher negativ konnotiert ist, zu tun. Auch die Überbetonung der ethnischen Zugehörigkeit innerhalb Teile der muslimischen Community in Deutschland wirkt hemmend dabei, ein positives deutsch-muslimisches Selbstverständnis zu entwickeln, die eben die Dialektik nicht bedient, sondern in der es um Inhalte geht, die der Lebensrealität der in Deutschland lebenden und verorteten Muslime entsprechen. Um diese Inhalte und um die Frage, warum sowohl Rechtspopulisten von AfD, Pegida und Co, aber auch manche Muslime sich davon provoziert fühlen, wenn man von deutschen Muslimen spricht, soll es in diesem Vortrag gehen. 

 

Freitag, 6. Oktober

Ist der Koran zeitgemäß?

Referent: Abdulqadir Schabel

Gerade aus aktuellem Anlass, der Einweihung der liberalen Moschee in Köln und der Forderung nach einer Art Reformation des Koran und der islamischen Inhalte, soll dieser Vortrag dazu dienen, die grundlegenden Aussagen der Offenbarung für die heutige Zeit darzulegen. Anhand der Offenbarungsgeschichte, der Offenbarungsanlässe und der Art der Überlieferung, soll in diesem Vortrag die Sinnhaftigkeit und Zeitlosigkeit der koranischen Aussagen verdeutlicht werden. Was sind die unveränderbaren Gebote Allahs und wo liegen die Möglichkeiten, Stellen aus dem Koran neu zu interpretieren oder im ursprünglichen Sinne an die heutige Zeit anzupassen.

 

Sonntag, 7. Oktober 

Seminar: Missverstandene Verse des Korans

Referent: Ibrahim Aslandur 

Wie bedeutend ist der Koran für Muslime? Wer darf den Koran interpretieren? Was hat es mit dem Vers über das Schlagen der Frau auf sich und was sagt der Koran zur Beziehung zwischen Muslimen und Nicht-Muslimen? In einem zweistündigen Seminar werden diese und ähnliche Fragen erörtert und mit den Teilnehmern diskutiert. 

Islamwoche Plakat 20152. November - 8. November

Mehr denn je besteht Aufklärungs- und Gesprächsbedarf über die zweitgrößte Religionsgemeinschaft in Deutschland, den Islam und die Muslime, die mitten unter uns leben. Dabei sind Informationen aus erster Hand entscheidend. Deshalb veranstalten Karlsruher Muslime dieses Jahr bereits zum achten Mal eine Islamwoche. Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup unterstützt die Initiative mit seiner Schirmherrschaft. Gemeinsames Ziel ist es, das friedliche Zusammenleben der Menschen in Karlsruhe zu fördern. Auch die im Karlsruher Gemeinderat von allen Fraktionen verabschiedeten Integrationsleitlinien geben als Ziele die interkulturelle und interreligiöse Begegnung vor.

Zum Programm

Muslime im Fleischwolf der Medien

 

Halbzeit bei der Islamwoche in Karlsruhe. Der Soziologe Constantin Wagner wandte sich einem heißen Eisen zu. “Islamophobie? Das Islambild in den Medien” war sein Thema.

Muslime in Deutschland haben es nicht leicht. Die Bevölkerung besitzt ein negatives Bild von ihnen. Thilo Sarrazins Buch “Deutschland schafft sich ab”, das Ängste vor Muslimen und Migranten schürt, ist das bestverkaufte Buch seit dem Zweiten Weltkrieg.

 

Die kopftuchtragende Akademikerin ist ein Problem.

“Dabei befinden wir uns gerade in einem Moment, in dem Integration funktioniert”, erklärte der Soziologe Constantin Wagner bei der Karlsruher Islamwoche. Doch die Tatsache, dass Muslime immer selbstverständlicher an der hiesigen Gesellschaft teilnehmen, kommt bei der Bevölkerung leider nicht unbedingt gut an. “Die kopftuchtragende Putzfrau war kein Problem, die kopftuchtragende Akademikerin schon.”

 

Islamwoche in Karlsruhe

 

Die Islamwoche in Karlsruhe hat begonnen. Zum Auftakt schaute der Oberbürgermeister vorbei, während Bilal Erkin von der Universität Osnabrück über den Islam in Deutschland sprach.

 “Die Notwendigkeit solcher Veranstaltungen wird nicht geringer”, erklärte Avdil Mustafi im Namen des Veranstalters, des Deutschsprachigen Muslimkreises Karlsruhe. Schließlich werden in Deutschland viele Themen diskutiert, die Muslime betreffen, vom Bau von Moscheen über Islamunterricht bis hin zum Kopftuchverbot. Als besorgniserregend stufte Mustafi die Islamkritik ein. “Sie ist fremdenfeindlich, mit Hass und Abgneigung erfüllt und hat das Ziel, den Islam zu verteufeln.” Das Ziel der Karlsruher Islamwoche bestand dagegen darin, das friedliche Zusammenleben zu fördern.

28. Oktober - 1. November 2013 im Tollhaus Karlsruhe

 

Islamwoche Plakat 2013

Mehr denn je besteht Aufklärungs- und Gesprächsbedarf über die zweitgrößte Religionsgemeinschaft in Deutschland,
den Islam und die Muslime, die mitten unter uns leben. Dabei sind Informationen aus erster Hand entscheidend.
Deshalb veranstaltet der Deutschsprachige Muslimkreis Karlsruhe e.V. auch in diesem Jahr eine Islamwoche.
Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup unterstützt die Initiative mit seiner Schirmherrschaft und wird die offizielle Eröffnung am 28.10.13 im Tollhaus durchführen.

Gemeinsames Ziel ist es, das friedliche Zugsamenleben und gegenseitige Verständnis der Menschen in Karlsruhe zu fördern.

Programm herunterladen.

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